Drehleier

Drehleier

Die Drehleier (auch: Radleier) ist ein Saiteninstrument aus der Familie der Lauteninstrumente, bei dem die Saiten von einem eingebauten Rad angestrichen werden, das mittels einer Kurbel gedreht wird. Somit zählt sie zu den Streichinstrumenten. Die schwingende Länge einer oder mehrerer Melodiesaiten wird mechanisch über Tasten verkürzt, um die Tonhöhe zu verändern. Meist klingen eine oder mehrere Bordunsaiten auf einer gleichbleibenden  Tonhöhe mit. Die Drehleier wird daher wie der Dudelsack zu den Borduninstrumenten gezählt. Zum Erzeugen von rhythmischen Schnarrlauten dient oft ein Schnarrsteg.

Die Drehleier ist ab dem 12. Jahrhundert nachweisbar. Die meist drei Saiten der Drehleier (eine Melodiesaite, zwei Bordunsaiten) werden durch ein sich drehendes Rad angestrichen, die Melodiesaite durch Tasten abgegriffen. Durch das ständige Mitschwingen der Bordunsaiten wird eine einfache Art der Mehrstimmigkeit erzeugt. Frühe Abbildungen zeigen, wie das Instrument von zwei Spielern bedient wird.1

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