Fi(e)del

Fi(e)del

Die Fiedel ist eines der beliebtesten Instrumente des Mittelalters. Sie wurde auf Dorffesten genauso gespielt wie bei Hofe. Der Hals ist normalerweise abgesetzt. Die Bauweise des Korpus wechselt, im Spätmittelalter setzt sich die Bauweise mit 8-förmigem Korpus durch. Manche Fideln haben Bünde, oft ist der Steg eher flach (was mehrstimmiges Spielen erleichtert). Eine Klangverstärkung wird manchmal durch einen Schnarrsteg erreicht. Üblich ist eine Bordunsaite. Die Fidel kann sowohl an Brust oder Schulter gelehnt als auch zwischen den Knien gehalten gespielt werden. Hervorgehoben wird, dass man während des Spiels auch noch singen oder tanzen kann. Aus der Fidel entwickelte sich ab etwa 1500 in Italien die Violine. Ab dem Spätmittelalter entwickelte sich eine ganze Reihe von bogengestrichenen Saiteninstrumenten: die Geige, die Bratsche, das Cello, der Kontrabass wie auch die Familie der Gamben haben ihre Wurzeln in der Fiedel.

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