Harve

Harfe

Die Harfe gehört zu den Chordophonen (Saiteninstrumenten), Untergruppe Zupfinstrumente. Die Saitenebene verläuft senkrecht zur Resonanzdecke. Sie ist eines der ältesten Musikinstrumente der Menschheit.

Der Ursprung der Harfe liegt in Mesopotamien und Ägypten etwa 3000 v.Chr. in Form von Bogenharfen. Keltische Abbildungen belegen die Irische Harfe, mit dem typischen, breiten, eckigen Korpus, bereits im 8. und 9. Jahrhundert. Irische Spielleute führten die Harfe dann im 9. Jahrhundert über England nach Europa ein. Diese Harfen bilden mit ihren Charakteristika (geschwungener Hals, abgeschrägte Saitenanordnung) den Grundtypus aller heute weltweit gebräuchlichen Harfen.

Harfen findet man im europäischen Mittelalter ab ca. 800. Größe und Bauweise sind variabel. Harfen in Europa hatten zunächst 5-9, später 24-25 Darmsaiten. Die ab dem 14. Jahrhundert gebauten irischen Harfen waren gröber gebaut und hatten bis zu 30 Metallsaiten. Die Stimmung war diatonisch, konnte individuell aber dem jeweiligen Stück angepasst werden (zahlreiche Abbildungen zeigen das Instrument mit einem Stimmschlüssel). Die Harfe war eines der beliebtesten Instrumente des Mittelalters; zusammen mit der Fiedel wurde sie am häufigsten genannt und abgebildet. Im Spätmittelalter gab es Versuche, das Klangvolumen zu vergrößern: zum Beispiel durch einen größeren Korpus, Saitenverdopplung, besonders häufig aber durch Schnarrhaken.6

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