Laute

Laute

Die Laute ist ein Saiteninstrument, das gezupft wird. Sie hat ihren Ursprung wahrscheinlich im Orient. Sie ist ein Instrument mit birnenförmigem Korpus, zunächst wohl aus einem ausgehöhlten Stück Holz, später aus Ahornspänen zusammengesetzt. Die Decke dagegen besteht aus einer dünnen, flachen, gut abgelagerten Fichtenholzplatte. In die Decke ist eine reich verzierte Rosette als Schallloch hineingeschnitzt. Die Saiten (ursprünglich meist aus Schafsdärmen) sind in 4-5 Chören (2 Saiten für jeden Ton) angeordnet. Der Wirbelkasten am Ende des Halses ist abgeknickt und verleiht der Laute ihre charakteristische Form. Oft ziert den Wirbelkasten ein aufwändig geschnitzter Kopf.

Gespielt wurde die Laute bis ins 15. Jahrhundert hinein mit einem Federkiel als Plektrum; damit sind das Spiel entweder von Einzeltönen oder von Akkorden auf nebeneinanderliegenden Saiten möglich. Somit dürfte die Laute bis zum Ende des 15. Jahrhunderts zur Gesangsbegleitung verwendet worden sein, oft im Zusammenspiel mit Streichinstrumenten und der Harfe. Erst später entwickelten die Lautenisten der Renaissance die virtuose Spieltechnik mit den Fingern. Ein guter Lautenspieler konnte so bis zu drei Stimmen gleichzeitig spielen. Die Blütezeit der Laute ist die Renaissance.8

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