Schalmei

Schalmei

Die Schalmei ist ein Holzblasinstrument mit Doppelrohrblatt und konisch gebohrter Röhre. Der Klang ist sehr laut, scharf und vor allem in der tiefen Lage nasal. Der Tonumfang beträgt etwa zwei Oktaven. Wie so viele Instrumente ist auch die Schalmei orientalischen Ursprungs. Es wird angenommen, dass die Schalmei etwa im 9. Jahrhundert aus dem Orient nach Europa gekommen ist; ab dem 12. Jahrhundert scheint sie allerdings erst häufig geworden zu sein. Dabei ist das Prinzip der Tonerzeugung schon uralt: Ein Schilfrohr wird so geschnitten und gebunden, dass ein schmaler ovaler Spalt entsteht, durch den die Luft gepresst und zum Vibrieren gebracht wird. Schon die antike Aulos scheint nach diesem Prinzip funktioniert zu haben. Kreuzfahrer brachten die orientalische Zurna mit nach Europa, wo sie bald zur Schalmei weiterentwickelt wurde.

Dieses Doppelrohrblattinstrument ist der Vorläufer der heutigen Oboe. Charakteristisch ist die große Lautstärke dieser Instrumente, die unter anderem durch den sog. „Pirouetten-Ansatz“ erreicht wird, der dem Spieler einerseits erlaubt, die Lippen zu entspannen, andererseits aber auch den Ton zu beeinflussen. Das Sopraninstrument ist die Schalmei. Das Instrument in Altlage, die Pommer, ist auf Abbildungen leicht an der fassförmigen Fontanelle, die eine Klappe schützt, zu erkennen.

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